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            "Über 5 Jahre chronische Schmerzen
              im rechten Hals und bisher keine
              eindeutige Diagnose"

                     -  mit Verdacht auf vereiterte Weisheitszähne fing es an
                     -  dann Mandeloperation wegen Verdacht auf chronische
                         Mandelentzündung
                     -  nach 2 Jahren und vielen Arztbesuchen
                        "Verdacht auf Eagle-Syndrom oder Stylohyoid-Syndrom"
                         jedoch noch keine sichere radiologische Diagnose

Was mit Kieferschmerzen, Ohrenschmerzen, Gelenkschmerzen und rheumatischen Beschwerden im rechten Arm und der Schulter begann, wurde zunächst als chronische Entzündung der Weisheitszähne, dann der Gaumenmandeln diagnostiziert. Jetzt nach über 5 Jahren ist klar:

Es handelt sich um keine chronische bakterielle Entzündung, sondern um eine reine mechanische Reizung im rechten Hals.  

Die Symptome haben sich über die Monate und Jahre verändert und zum Glück mittlerweile etwas abgeschwächt, wirkliche Beschwerdefreiheit gibt es jedoch nicht. Besonders auffällig geworden ist ein Knacken im rechten Hals beim Schlucken, das etwas schmerzhaft ist. Die Stelle ist rechts, etwas oberhalb des Zungenbeins zu lokalisieren.

Weitere äußerliche Indizien gibt es wenige: Ich taste einen kleinen geschwollenen Lymphkonten an der rechten Kinnspritze, der vermutlich im Zusammenhang mit dem Geschehen steht. Auch läßt sich beim Betasten des rechten Halses eine leichte Schwellung oberhalb des Zungenbeines feststellen.

Eigene Studien im Internet  deuten auf ein seltenes Krankheitsbild hin:

Eagle-Syndrom oder auch Stylohyoid-Syndrom bzw. "Right Hyoid Syndrome"

Unterstützt wird dieser Verdacht auch durch meinen HNO-Arzt, Röntgenaufnahmen konnten dies aber nicht eindeutig bestätigen.

Kurzbeschreibung des Syndroms: Mechanische Reizung der Nerven und chronische Entzündung im Bereich zwischen Zungenbein (hyoid) und Griffelfortsatz (processus styloideus) durch verschiedene mögliche Ursachen:

- verlängerter Griffelfortsatz (ein Kugelschreiber ähnlicher Knochenfortsatz
   ragt zu weit in Richtung Gaumen)  
- verkalkte Bänder zwischen Zungenbein und Griffelfortsatz, 
   Gewebeverhärtungen in diesem Bereich
- ein zu langer Zungenbeinknochen (Right Hyoid Syndrome)

Keines der drei obigen Indizien wurde jedoch bei mir bisher durch Röntgenaufnahmen oder Kernspin-Tomographie sicher diagnostiziert.
Einzig auffällig erscheint mir jedoch ein leichte Krümmung (welliger Verlauf) meines rechten Processus auf einer Röntgenpanoramaaufnahme. Mein HNO-Arzt sieht jedoch darin nichts Besonderes.

Bisher habe ich zwei mögliche Therapien gefunden:

A) mehrfaches Einspritzen von Cortison und einem Betäubungsmittel (z.B. Procain) zur Beruhigung der Nerven und Erweichung des Gewebes

B) operativer Eingriff zur Entfernung eines verlängerten Griffelfortatzes oder zur Kappung des Zungenbeins

Möglichkeit A) probierte ich vor etwa einem Jahr aus (ein Mal pro Woche), jedoch mit noch wenig Erfolg. Auf zwei bis drei recht beschwerdefreie Tage kamen drei bis vier Tage mit verstärkten Schmerzen).

Möglichkeit B) kommt wegen fehlender eindeutiger Diagnose zur Zeit nicht in Betracht. Laut amerikanischer Literatur ist der Erfolg einer Operation nicht immer gesichert.

Interessant ist die enge Verwandtschaft mit dem Beschwerdebild der "Cranio-mandibulären Dysfunktion", also Probleme rund um das Kiefergelenk, das ja räumlich sehr nahe dem Processus Styloideus liegt. Auch dort wird eine Ausstrahlung (Kopfschmerz / Gesichtsschmerz, Schulterschmerzen...) beschrieben.


Ich leide seit über 5 Jahren an diesem Beschwerdebild, hatte viele Ärzte besucht, darunter auch den HNO-Professor einer süddeutschen Universitätsklinik. Später hat ein HNO-Arzt den Verdacht auf Eagle-Syndrom geäußert. 

Zwischendurch haben die Schmerzen etwas nachgelassen, deutlich spürbar ist eine mechanische Behinderung beim Schlucken: es "knackst" im Hals.
In der letzten Zeit (ab 2005) nehmen die Beschwerden leider wieder etwas zu.

Ich würde es begrüßen, wenn interessierte Patienten mit ähnlichen Beschwerden und Ärzte, die sich mit dieser Thematik befassen, mir schreiben. Gerne gebe ich auch weitere Auskünfte zu diesem seltenen Krankheitsbild und natürlich bin ich sehr an Ansätzen einer präzisen Diagnose und Therapie interessiert.

Mailadresse:  Georg.Mallebrein@t-online.de 

Unter "Details" folgt meine Krankheitsgeschichte (Tagebuch), wie ich sie zur jeweiligen Zeit erlebt habe. Ich habe also keine spätere Veränderung des Originaltextes vorgenommen.  Sie zeigt wie schwierig es ist, mit einem seltenen Krankheitsbild eine sichere Diagnose zu bekommen, sie zeigt aber auch welche Irrwege dann manchmal gemacht werden, immer in der Hoffnung Besserung zu erfahren.